leerer Hörsaal

Studieren für die Welt von morgen: Das Lernkonzept der Tomorrow University

1. Was ist die Tomorrow University?

Die Tomorrow University of Applied Sciences ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule mit Sitz in Deutschland, die sich vollständig der Frage widmet, wie Lernen im 21. Jahrhundert aussehen muss. Ihr Fokus liegt auf Nachhaltigkeit, Innovation, Unternehmertum und gesellschaftlichem Wandel.

Im Gegensatz zu klassischen Universitäten versteht sich die Tomorrow University weniger als Ort des reinen Wissenserwerbs, sondern als Lernplattform für Veränderungskompetenz. Studierende sollen nicht nur verstehen, wie die Welt funktioniert, sondern lernen, wie sie diese aktiv und verantwortungsvoll mitgestalten können – ökologisch, sozial und wirtschaftlich.

2. Herkunft und Entwicklung des Konzepts

Hintergrund der Entstehung

Die Tomorrow University entstand aus der Erkenntnis, dass traditionelle Hochschulmodelle nur unzureichend auf die großen Herausforderungen unserer Zeit vorbereiten: Klimakrise, soziale Ungleichheit, digitale Transformation und wirtschaftlicher Wandel. Zwar vermitteln viele Studiengänge Fachwissen, doch häufig fehlt der Bezug zur realen Wirkung dieses Wissens.

Gegründet wurde die Hochschule von einem Team aus Bildungsinnovatoren, Unternehmerinnen und Nachhaltigkeitsexperten, die ein Studium entwickeln wollten, das Wirkung vor Titel stellt. Statt reiner Wissensreproduktion sollte Lernen an realen Problemen stattfinden – interdisziplinär, praxisnah und werteorientiert.

Entwicklung und heutige Verbreitung

Von Beginn an wurde die Tomorrow University als hybride Hochschule konzipiert: mit digitalen Lernformaten, internationalen Studierenden und projektbasiertem Arbeiten. Heute studieren dort Menschen aus vielen Ländern, oft berufsbegleitend oder ortsunabhängig.

Die Universität ist formal in Deutschland verankert, inhaltlich jedoch global ausgerichtet. Lernorte sind nicht nur Hörsäle, sondern auch Unternehmen, NGOs, Start-ups, Kommunen oder soziale Initiativen weltweit. Damit hat sich die Tomorrow University als Teil einer internationalen Bewegung für zukunftsfähige Bildung etabliert.

3. Die wesentlichen Elemente des Lernkonzepts

Kompetenz statt klassischer Fächer

Zentrales Merkmal des Konzepts ist die Abkehr von klassischen Modulen und Klausuren. Stattdessen basiert das Studium auf Kompetenzfeldern, etwa:

  • nachhaltiges Wirtschaften
  • systemisches Denken
  • unternehmerisches Handeln
  • ethische Entscheidungsfindung
  • persönliche Resilienz und Selbstführung

Studierende entwickeln diese Kompetenzen Schritt für Schritt und weisen sie durch konkrete Projekte nach.

Projektbasiertes Lernen

Gelernt wird an realen Herausforderungen. Studierende arbeiten an Fragestellungen aus der Praxis – häufig in Kooperation mit Unternehmen, Organisationen oder eigenen Initiativen. Theorie wird nicht isoliert vermittelt, sondern immer mit Anwendung verknüpft.

Mentoring und Selbstreflexion

Ein weiterer zentraler Bestandteil ist die persönliche Begleitung. Studierende werden durch Mentorinnen und Mentoren unterstützt, reflektieren regelmäßig ihre Lernfortschritte und setzen sich intensiv mit ihren eigenen Zielen, Werten und Wirkungsabsichten auseinander.

Das „Geheimnis“ des Konzepts

Das Besondere an der Tomorrow University liegt in der Verschiebung des Bildungsziels. Es geht nicht primär darum, einen Abschluss zu erwerben, sondern darum, wirksam zu werden. Lernen wird als persönlicher Entwicklungsprozess verstanden, der Fachwissen, Haltung und Handlung miteinander verbindet.

4. Ein Beispielbesuch – Lernen aus der Perspektive einer Studierenden

Lea ist 27 Jahre alt und studiert an der Tomorrow University im Bereich nachhaltiges Unternehmertum. An diesem Tag steht kein klassisches Seminar auf dem Plan, sondern ein Projekttreffen.

Am Vormittag arbeitet Lea remote an einem Impact-Projekt: Gemeinsam mit ihrem Team entwickelt sie ein Geschäftsmodell für eine regionale Kreislaufwirtschaftslösung. Sie analysiert Daten, reflektiert ökologische Auswirkungen und diskutiert soziale Effekte.

Am Nachmittag nimmt sie an einer digitalen Lernsession teil. Dort geht es nicht um Frontalunterricht, sondern um Austausch: Die Studierenden teilen Erfahrungen aus ihren Projekten, hinterfragen Annahmen und bekommen Impulse von einer Dozentin, die selbst jahrelang im Nachhaltigkeitsmanagement gearbeitet hat.

Zum Abschluss schreibt Lea eine kurze Reflexion: Was habe ich gelernt? Wo bin ich unsicher? Welche Kompetenz habe ich heute weiterentwickelt? Diese Reflexion ist Teil ihrer Leistungsbewertung.

Für Lea fühlt sich das Studium weniger wie ein klassisches Studium an – und mehr wie ein Lernlabor für das echte Leben.

5. Fazit

Die Tomorrow University steht exemplarisch für eine neue Generation von Hochschulen. Sie löst sich von starren Curricula und Prüfungslogiken und setzt stattdessen auf Sinn, Wirkung und persönliche Entwicklung.

In einer Welt, die sich schneller verändert als je zuvor, bietet dieses Lernkonzept eine überzeugende Antwort auf die Frage, wie Bildung zukunftsfähig werden kann: nicht durch mehr Stoff, sondern durch mehr Verantwortung, Reflexion und reale Handlungskompetenz.

Die Tomorrow University zeigt, dass Hochschule nicht nur Wissen vermitteln, sondern Menschen befähigen kann, aktiv an der Gestaltung von morgen mitzuwirken.


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