Spannendes & Ideen #13: Online-Spiel zum Urban Life, Kinderhaushalt und Digitalisierung in Kommunen

Wir sammeln Spannendes, Interessantes und Ideen rund um das Thema „Stadt der Zukunft“. Wie werden wir in Zukunft leben, arbeiten, wohnen und wirtschaften? Hier ein paar Anregungen, über die wir im Januar 2020 gestolpert sind:

Urbanology

Eine Runde Urbanology spielen? Das geht auf der Webseite des BMWGuggenheimLabs. Das GuggenheimLab ist ein ThinkTank rund um das Thema Urban Life. Urbanology ist ein Online-Spiel, mit dem der Spieler anhand von zehn urbanen Dilemmasituationen feststellen kann, was für einen Typ Stadt er entwickeln sollte. Am Ende berechnet ein Algorithmus unter Bezugnahme auf acht Hauptfaktoren, wie die Stadt aussehen sollte. Das Ergebnis zeigt die Prioritäten auf die folgenden acht Hauptfaktoren aus: innovation, transportation, health, affordability, wealth, lifestyle, sustainability, and livability. Welcher dieser Faktoren hat für Sie die wichtigste Priorität, welcher die niedrigste? Und welcher amerikanischen Stadt kommt dies am nächsten? Die Webseite ist in Englisch.

Kinder entscheiden über 1 Mio Budget

Bürgerhaushalte gibt es in Deutschland, aber auch in anderen Teilen der Welt öfter. Ein Budget in Höhe von 1 Mio US-Dollar, über das Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 22 entscheiden dürfen, ist eher selten. So etwas gibt es in der Stadt Boston in den Vereinigten Staaten, wie die Süddeutsche Zeitung in einem Artikel berichtet. Wenn man nun vermutet, dass dabei dann Pizza für alle heraus kommt, liegt man damit gehörig falsch. Per Crowdsourcing werden drei Monate im Herbst Vorschläge gesammelt, im letzten Jahr 700 an der Zahl von 5000 Kindern. Daraus wurden dann von einem jugendlichen Kommitee fünf realistische Vorschläge ausgewählt und zur Wahl gestellt. Wählen dürfen dann jedoch nur Bostoner zwischen 12 und 22 Jahren.

Die Vorschläge reichen von behindertengerechten Spielplätze, über eine Graffitiwand, kostenloses Wifi bis zu neuen Gehwegen im Park, einer Jobberatung für Jugendliche oder mehr Recycling-Container in der ganzen Stadt. Auch ernstzunehmende Vorschläge gegen den Klimawandel und Solarenergieprojekte waren dabei.

Es geht aber gar nicht nur um die Vorschläge und deren Umsetzung. Ein wesentlicher Effekt dieses Projektes ist die steigende Wahlbeteiligung in der Altersgruppe und das steigende Interesse an den kommunalen Prozessen.

Digitalisierung in Kommunen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund drängt die Kommunen, mehr in die Digitalisierung zu investieren. So seien wohl 90 Prozent der Kommunen der Ansicht, dass Digitalisierung ein wichtiges Thema sei, nur in der konkreten Umsetzung gibt es vielerorts noch Nachholbedarf. Gerade die mittleren und kleineren Kommunen sind auf dem Stand von vor 15 Jahren oder vorher stehen geblieben: Man kann Forulare als PDF herunterladen, am PC ausdrucken und sie dann aufs Rathaus tragen, wo sie dann erneut in den Computer eingegeben werden. Der Städte- und Gemeindebund empfiehlt, das Thema zur Chefsache zu machen und da anzufangen, wo die Bürger der Schuh am meisten drückt.

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